Niemand soll im Pflegefall Angst vor dem finanziellen Absturz haben. Doch die Antwort kann nicht sein: immer mehr Staat, Umverteilung, immer höhere Beiträge und Steuern.
Die von der Linken im jüngsten Antrag propagierte Pflegevollversicherung mag auf den ersten Blick sozial wirken, ist am Ende aber ein teurer Blankoscheck - bezahlt von allen, ohne die eigentlichen Probleme zu lösen.
Für uns steht der Schutz Pflegebedürftiger im Mittelpunkt –Leistungskürzungen in der Pflege lehnen auch wir ab. Die Lösung liegt jedoch nicht im unbegrenzten Ausbau staatlicher Leistungen, sondern muss auf nachhaltige Finanzierung, Entbürokratisierung und gezielte Unterstützung für Bedürftige setzen.
Notwendig ist insbesondere die Stärkung familiärer und nachbarschaftlicher Pflege, damit unsere Großeltern in ihrer gewohnten Umgebung und im Kreis ihrer Familienangehörigen bleiben können.
So befragte ich unter anderem die Vertreterin der AOK Bundesvereinigung, ob sie es für möglich hält, unsere Pflegeversicherung langfristig aufrechtzuerhalten, auch im Hinblick auf den demographischen Wandel?
Und ob Pflege auch noch mehr ist als nur die Befriedigung der Grundbedürfnisse von alten Menschen?
Oder ob wir einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel brauchen und die Familienbande für ein menschenwürdiges Altern wieder stärken müssen ?
Dies war natürlich nur als Denkanstoß an alle Mitglieder des Gesundheitsausschusses gedacht, denn das ist tatsächlich eine gesellschaftliche Aufgabe, wie es der Vertreter des VdK richtig einordnete.
Hören Sie sich die Antworten an.
Wer die Anhörung in Gänze hören möchte, kann dies über folgenden Link tun:
https://www.bundestag.de/gesundheit
