Gesundheitspolitik

Am Dienstag, dem 18. Juni 2024 fand im ganzen Land Baden-Württemberg ein Protesttag der Zahnärzte statt, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Situation hinzuweisen, die inzwischen schon die zahnärztliche Versorgung in bestimmten Gebieten gefährdet.

Ich war dabei!

Erfreulicherweise wurde ich, genau wie Abgeordnete anderer Parteien, vom Vorstand der Bezirkszahnärztekammer Freiburg zu einem Gespräch eingeladen, um die Positionen der AfD vorzustellen. Als Kollegin sind mir die Probleme der Zahnärzte natürlich bekannt, da sie auch mich persönlich während meiner beruflichen Tätigkeit betroffen haben. Erstaunt waren die Herren darüber, das war zumindest mein Eindruck, dass die Positionen der AfD weitgehend mit denen der Zahnärzte übereinstimmen. Die Aufhebung der Budgetierung als wichtigstes Thema, aber auch die Reduzierung bzw. Abschaffung der überbordenden Bürokratie sowie den Stopp der Abwanderung von in Deutschland ausgebildeten Zahnärzten sind auch für die AfD zentrale Elemente, die in Angriff genommen werden müssen, um auch weiterhin eine flächendeckend gute zahnärztliche Versorgung garantieren zu können.

Die freiberuflich geführte Inhaberpraxis im Rahmen der ärztlichen Selbstverwaltung bildet dabei weiterhin das Rückgrat der ambulanten Versorgung. Die stark gestiegene Ökonomisierung des Gesundheitswesens, die sich bereits in dem Begriff Gesundheitsindustrie widerspiegelt, wurde von allen Gesprächspartnern als Fehlentwicklung eingeordnet.

Die häufig von Fremdinvestoren geführten MVZs tragen nicht zur flächendeckenden Versorgung bei, sondern suchen sich die rentabelsten Standorte aus und gefährden den Versorgungsauftrag durch Abwerbung von Zahnärzten. Unsere Zusammenkunft nutzte ich aber auch, um Kritik an den Vertretern der Zahnärztekammer während der Coronazeit zu üben, die insbesondere in Hinblick auf die m-RNA Corona-Injektion massiven Druck auf die Kollegen erzeugt hatten.

Eigenverantwortung und Selbstbestimmung müssen als zentrales Element wieder im Mittelpunkt einer freiberuflichen Tätigkeit stehen. Nach diesem freundlichen und informativen Gespräch besuchte ich noch den Infostand auf dem Rathausplatz. Mich interessiert insbesondere, ob das Anliegen auf Resonanz bei der Bevölkerung gestoßen war.

Leider ist es aktuell in der Bundesrepublik nicht mehr selbstverständlich, dass alle Parteienvertreter angehört werden. Deshalb bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei den Vertretern der Zahnärztekammer für meine Einladung und das gute Gespräch. 

Ich wünsche mir sehr, dass es nicht das letzte Treffen war.

 

 

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